Curaçao

Von: in: Tauchsport

30 May 2012

Urlaub mal woanders: Auf Curaçao. 🙂
Eine der “ABC-Inseln” am Rande der Karibik, 10 Flugstunden von Düsseldorf entfernt.


Bei konstanten 34°C tagsüber und 28°C Nachts braucht man keine Angst haben, dass man frieren könnte. 🙂 Die Wassertemperatur von 28°C bis runter auf 40 Meter bietet dafür allerdings auch keine echte Erfrischung. 🙂

Curaçao, vormals Teil der Niederländischen Antillen, seit 2010 ein eigenständiges Bundesland innerhalb des Königreiches der Niederlande, ist europäisch genug, um sich direkt zurecht zu finden und karibisch genug, um echtes Urlaubsfeeling aufkommen zu lassen. Wer Niederländisch oder Papiamentu (beides Amtssprachen), Englisch oder Spanisch kann, kommt gut klar.

Der Hitze geschuldet geht es hier, wie wahrscheinlich auf allen karibischen Inseln, tagsüber recht gelassen und entspannt zu. Die Leute sind nett und freundlich und die Lebenshaltungskosten leicht unter europäischem Niveau. Letzteres erstaunt etwas, da nahezu alle Konsumgüter importiert werden müssen. Curaçao hat außer der Ölindustrie (die einen großen Teil der Insel belegt und die man auf Fotos und Postkarten selten bis nie zu sehen bekommt) eigentlich keine eigenen Erzeugnisse (wenn man mal vom “echten” Curaçao-Likör und dem Fleisch der Straußenfarm absieht).

Wir hatten uns für die “holländische” Urlaubsvariante entschieden: Ferienwohnung, Mietwagen, Selbstverpflegung. 🙂 Mit den Atlantis Apartments, die wir problemlos über das Internet gebucht hatten, hatten wir den richtigen Griff getan: Sauber, ruhig, großzügig geschnitten und gut ausgestattet. Wir bekamen sogar ein Vierer-Apartment ohne Aufpreis, da die Zweier-Apartments bereits belegt waren.
Mit ca. 2km Entfernung zum Zentrum von Willemstad (Punda) hatten wir auch eine außerordentlich zentrale Lage, inklusive einer Tankstelle und eines Supermarktes direkt um die Ecke.

Von hier aus sind wir mehr oder weniger weit über die Insel gefahren (Tempolimit außerorts ist 60km/h!), um an etliche der 60 verzeichneten Tauchplätze zu kommen.

Tauchen auf Curaçao ist so einfach, dass man es jedem Anfänger guten Gewissens empfehlen kann. In aller Regel fährt man an irgendeinen der Strände, zieht sich dort um (oft gibt es vor Ort Tauchbasen, bei denen man noch ein paar Informationen zum Spot sammeln kann), geht ins Wasser, schwimmt 50-100m weit raus und taucht. Curaçao ist, zumindest auf einer Seite, von einem Saumriff umgeben, dass üblicherweise bei ca. 6-8 Metern Tiefe beginnt. Wer will kann auch bis 40+ Meter tief runter; der schöne Teil liegt aber im Bereich bis 14 Meter. Insofern braucht man sich um Nullzeiten nahezu keine Gedanken zu machen.

Begrüßt wird man unter Wasser von einer unglaublichen Fülle und Vielfalt an Korallen, Anemonen und natürlich Fischen. Letztere haben wir oft in großen Schwärmen angetroffen, durch die man auch nett durchtauchen konnte. Abgesehen von der ein oder anderen Schildkröte und einem Rochen fehlten uns hier nur ein paar größere Tiere, aber schön war es allemal. 🙂

Wir haben etliche Tauchgänge direkt vor der Tür unseres Apartments durchgeführt. Einerseits liegt der Teil des Riffs im Naturschutzgebiet und ist wirklich nett zu betauchen, andererseits ist es natürlich auch extrem praktisch, wenn man nach dem Auftauchen einfach die Klamotten ausziehen und sich auf die Sonnenliege fallen lassen kann. 🙂 Natürlich haben wir auch einige “echt” karibische Strände und einige Spots in industriellem Umfeld betaucht. Alles in allem ist uns ein guter Schnitt vom nördlichsten bis zum südlichsten Tauchspot gelungen.
Mit dabei war auch ein Tagesausflug nach Klein Curaçao, einer unbewohnten, vorgelagerten Insel, die von einem Anbieter mehrfach in der Woche angefahren wird. Viele Mitfahrer haben den Tag als Strandurlaub genutzt; wir haben zwei Tauchgänge absolviert. Sehr angenehm ist die All-Inclusive Verpflegung: Frühstück, Barbecue und alle alkoholfreien Getränke sind im Preis enthalten.

Die an das Apartment angegliederte Tauchbasis war sehr gut ausgestattet und wir haben uns dort wohl gefühlt. Ehrlicherweise muss man erwähnen, dass wir sie auch wenig gefordert haben, da wir solo unterwegs waren und die angebotenen Fahrten nicht mitgemacht haben. 🙂 Bei Fragen wurde sich aber immer sofort gekümmert.

Wir hatten unseren eigenen Trocken-Spind und konnten zu jeder Tages- und Nachtzeit an den Flaschenschrank, in dem sich immer gefüllte Pressluftflaschen befanden. Abgerechnet wurde später auf Vertrauensbasis pro Tauchtag. Sehr einfach, sehr bequem und ideal für unabhängige Sporttaucher. 🙂

Alles in allem war das ein sehr schöner Tauchurlaub, der nach einer Wiederholung ruft. 😉

Die Galerie mit einigen Highlights gibt es wie üblich hier.

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Sparrow Divers ist das Weblog von zwei Sporttauchern. Fotos, Tauchspots, Tauchkarten, Links, etc. werden hier gesammelt aufgeführt. Einerseits zu unserer eigenen Freude, andererseits in der Hoffnung, dass diese Infos auch für andere interessant sein könnten. Mehr...

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